Reenactment

Bereits seit der Völkerwanderungszeit war es üblich in Rechtsstreitsfragen einen Entscheid durch Zweikampf – das sogenannte Gottesurteil – herbeizuführen. Diese gerichtlichen Zweikämpfe wurden sowohl zwischen Rittern, als auch dem einfachen Volks ausgetragen. Oftmals fanden solche Kämpfe nicht direkt statt, sondern es wurde eine gewisse Vorbereitungszeit gewährt. Die Beteiligten nutzten diese Zeit, um sich möglichst effektiv auf den bevorstehenden Kampf vorzubereiten. Zu diesem Zweck gab es meist herumreisende Meister der Kampfkünste und ihre Gehilfen, die sowohl ungeübte als auch kampferfahrene Bürger in den Kampfkünsten unterwiesen. Während des Früh- und Hochmittelalters genossen diese Vorläufer der Fechtschulen einen recht zwiespältigen Ruf; sie waren nicht legal, wurden ob ihrer Notwendigkeit jedoch geduldet. Mit dem kaiserlichen Privilegienbrief Friedrichs III. von 1487 wurden diese Einrichtungen legalisiert und bildeten die Grundlage für die später hochgeachteten niedergelassenen Fechtschulen.

Solve et Coagula e.V. stellt als Lager eine solche Fechtschule dar. Gewandung und Ausrüstung der Protagonisten entsprechen dem 13. Jahrhundert. Wir reisen als Tross mit bis zu 14 Leuten und 6 teilweise authentisch bemalten und ausgestatteten Zelten. Die Vollbesetzung umfasst dementsprechend nicht nur Kämpfer, sondern auch Gesinde, Knappen, Weibsvolk und Kinder, die unser Lagerleben bereichern.

  • Burg Stettenfels 2016
  • Osterburken 2016
  • Ratzeburg 2016
  • Selb 2016
  • Angelbachtal 2016
  • Selb 2015